Heute möchten wir beantworten was der Unterschied zwischen ETFs und Aktienfonds ist.


Aktiv gemanagte Aktienfonds werden von Fondsmanagern betreut und enthalten je nach Anlageschwerpunkt Aktien bestimmter Branchen, Kontinente/Länder oder Unternehmensgrößen. Ziel jedes Fondsmanagers ist es, die sogenannte "Benchmark" zu schlagen. Ein Fonds, der sich aus Aktien der größten deutschen Unternehmen zusammensetzt, versucht beispielsweise, die Kursentwicklung des DAX zu übertreffen. Das Honorar für das Fondsmanagement, die sogenannte Managementgebühr, und weitere jährliche Kosten müssen im Verkaufsprospekt als Total Expense Ratio (TER) ausgewiesen werden. Dabei handelt es sich meist um einen Prozentsatz zwischen 0,3-3,0%, der jährlich aus dem Anlagekapital entnommen wird.


ETFs (Exchange Traded Funds = Börsengehandelte Fonds) sind passiv gemanagte Aktienportfolios, die einen Aktienindex abbilden. Das können große Indizes wie der DAX oder der Dow Jones sein, aber auch spezielle Branchenindizes. Im Gegensatz zu klassischen Aktienfonds werden ETF-Anteile nicht vom Emittenten oder Partnerbanken vertrieben, sondern ausschließlich über die Börse gehandelt. Ein Vorteil von ETFs ist die für den Anleger günstige Kostenstruktur. Es gibt keinen Ausgabeaufschlag, sondern nur eine recht geringe jährliche TER zwischen 0-1%.


Was ist also besser? Kaum ein Drittel der Fondsmanager schneidet mit aktivem Fondsmanagement besser ab als der Vergleichsindex. Berücksichtigt man dann noch Managementgebühren, Performance Fees sowie evtl. Ausgabeaufschläge, wird die Wahrscheinlichkeit noch kleiner eine Überrendite zu erzielen. Daher sind kostengünstige ETFs oft die bessere Wahl, denn ihre Performance entspricht ziemlich genau dem abgebildeten Index. Für alle Investments in Aktienfonds oder ETFs gilt: Lade Dir vor dem Kauf den Fondsprospekt herunter und lese diesen aufmerksam durch. Achte neben der Performance vergangener Jahre vor allem auf die Gesamtkostenquote (TER), den Ausgabe-Aufschlag und die Verwendung der Dividende. 👍