Heute möchten wir folgende Frage beantworten, die uns über Facebook erreicht hat: „Ich arbeite als Angestellte in Vollzeit und zahle in die deutsche Rentenversicherung ein. Warum muss ich trotzdem privat fürs Alter vorsorgen?"⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Das Thema Altersvorsorge liegt uns besonders am Herzen, daher freuen wir uns sehr über diese Frage! Deine gesetzliche Rente im Alter wird sehr sicher nicht ausreichen, um Deine aktuellen Fixkosten abzudecken. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Du Dich finanziell im Rentenalter nicht verschlechtern möchtest. Hier spricht man oft von der sogenannten „Rentenlücke“ - diese bezeichnet den Betrag, um den das letzte monatliche Netto-Einkommen vor Renteneintritt die gesetzliche Altersversorgung übersteigt. Die Rente fällt also genau um diesen Betrag niedriger aus als das letzte Einkommen. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Aktuelle Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zeigen, dass man sich in Deutschland nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen kann um im Alter alle Kosten zu decken. Demnach erhielten die rund 18,25 Millionen Altersrentnerinnen und -rentner im Jahr 2018 durchschnittlich 906 Euro Rente pro Monat. Während Männer immerhin im Schnitt 1.148 Euro Monatsrente erhielten, bekamen Frauen nur 711 Euro ausgezahlt! Zudem hat das Rentenniveau in den letzten Jahrzehnten stetig abgenommen, betrachtet über den Zeitraum von 1990 bis heute. Damals lag das Rentenniveau in Deutschland noch auf 55 Prozent, seither ist es kontinuierlich gesunken. Prognostiziert wird ein Rentenniveau von 43 Prozent im Jahr 2030. Dies bedeutet, dass die durchschnittliche Rente nur 43% vom durchschnittlichen Einkommen in Deutschland betragen wird! ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Es ist also extrem wichtig, sich als Angestellte(r) nicht nur auf die gesetzliche Rente zu verlassen, sondern so früh wie möglich auszurechnen, wie viel Du nebenbei privat investieren muss, um später im Alter sorgenfrei leben zu können.